Zwischenziele machen die Umsetzung leichter

Ich liebe Zwischenziele – du auch?

„Bei dir läuft immer alles so reibungslos“ – das sagte neulich eine Bekannte zu mir. Schön wär’s! Auch bei mir ist nicht immer alles voller Konfetti und Einhornglitzer!

Auf Instagram habe ich letzte Woche in meinen täglichen Lives darüber gesprochen, dass ich so ein bisschen aus dem Gleichgewicht geraten war. Ich habe erzählt, dass ich dann auch wieder an meinen Prioritäten und ein bisschen an der Struktur gearbeitet habe.

Da ist mir wieder ein Punkt bewusst geworden, der so unheimlich wichtig für mich geworden ist. Und ja, wo ich auch immer in meinen Coachings merke, dass das für meine Klienten unheimlich wichtig ist.

Es geht dabei um die Zielsetzung und damit meine ich nicht dieses eine große Ziel, was wir umsetzen, was am Ende steht. Ich meine vielmehr die kleinen Ziele zwischendurch, die Zwischenziele. Die Meilensteine, die wir uns setzen, um bei einer Sache zu bleiben, um den Fokus nicht aus den Augen zu verlieren und um wirklich voranzukommen.

Ich weiß, dass viele ihre Probleme haben mit Zwischenzielen und nicht so ganz wissen, warum man sich die Arbeit machen und alles runter brechen sollte. Das ist viel zu nervig und im Endeffekt reicht es auch, wenn ich weiß, wo ich hin will.

Dann habe ich ja zusätzlich meine einzelnen Schritte, die ich mache, und das reicht völlig aus. Da brauche ich keine Zwischenziele oder Meilensteine oder so. Ich kann das Denken nachvollziehen. Gerade weil ich das auch eine Zeit lang hatte. Bis ich dann gelernt habe, anders vorzugehen.

Zwischenziele halten dich bei der Stange!

Spätestens wenn die Zielerreichung länger als vier Wochen in der Zukunft liegt, fange ich an das Ziel herunter zu brechen. Wie schon erwähnt, mache ich das vor allem deshalb, um meinen Fokus zu halten und bei der Sache zu bleiben. Das heißt, ich habe es dann immer direkt vor Augen, und es gerät nichts aus meinem Blickfeld, weil es im Kalender noch viel weiter hinten steht.

Zum anderen hilft es mir auch dabei, zwischendurch Anpassungen zu machen. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn wir ein Ziel vor Augen haben und diesen Weg gehen, dann ist der nicht immer geradlinig.

Dann passiert zwischendurch auch mal was und dann ist das auf einmal nicht mehr so, wie wir es uns vorgestellt haben. Spätestens dann ist es notwendig, dass wir Dinge anpassen und umstellen. Und bei meiner Art, wie ich Ziele auf Zwischenziele herunterbreche, kann ich das alles sehr gut anpassen, ohne dass ich jetzt noch meine ganze Planung neu machen muss.

Ziele herunter brechen – so geht’s

Jetzt ist natürlich die Frage: Wie mache ich das? Wie breche ich die Ziele herunter? Das ist im Endeffekt ganz einfach. Nehmen wir mal an, ich habe ein Ziel, das ich in einem Jahr erreichen will. Dann breche ich das Ziel erst mal auf ein halbes Jahr herunter und setze dort das erste große Zwischenziel. Das ist dann für mich schon meist ein Meilenstein, den ich dann runterbreche auf drei Monate.

Von drei Monaten gehe ich runter auf einen Monat und von einem Monat gehe ich noch mal runter. Da kommt drauf an, was das für ein Ziel ist. Entweder setze ich dann ein Zwischenziel auf 2 Wochen oder sogar auf auf eine Woche.

Dann fange ich an und lege bis zum ersten Zwischenziel die erforderlichen Schritte fest. Als Beispiel: Ich möchte in einem Jahr 120000 Euro Umsatz machen. Dann weiß ich, in einem halben Jahr brauche ich 60000, in einem Vierteljahr dann 30000, in einem Monat 10000 und dann noch zwei Wochen oder einer sind es 5000 bzw. 2500.

So habe ich dieses Ziel vor Augen und weiß: Okay! Wenn ich bis dahin meine Schritte festlegen kann, dann weiß ich jeden Tag, was ich zu tun habe, um dieses wöchentliche oder zweiwöchentliche Ziele zu erreichen. Das ist dann nicht so wahnsinnig weit weg. Es fällt mir wesentlich einfacher, mich darauf zu fokussieren, als wenn ich weiß, in einem halben Jahr sollte ich dann vielleicht schon mal 60000 erreicht haben.

Aber das hat ja auch Zeit. Und dann vergeht die Zeit und zwar so rasend schnell, dass dann das halbe Jahr vorbei ist und wir auf einmal daran denken: „Hmm, da war doch noch was.“

Damit das nicht passiert, breche ich Ziele herunter. Was mir dann noch ganz wichtig ist: Wenn ich dieses kleinste Zwischenziel erstellt habe, dann ist das auch der Zeitpunkt, wo ich mich hinsetze und reflektiere. Wo ich also gucke, ob ich das Ziel erreicht habe.

Wenn ja, super! Party! Denn erreichte Ziele gehören immer gefeiert, egal wie groß sie sind. Und habe ich es so erreicht, wie ich es mir vorgestellt habe? Hat das alles gut geklappt mit den einzelnen Schritten, die ich da gemacht habe? Oder habe ich gemerkt, das wäre so oder anders besser gewesen und das hätte ich vielleicht weglassen können, dafür mehr von dem anderen tun oder was auch immer.

Wenn ich da reflektiert habe und für mich meine Schlüsse daraus gezogen habe, dann kann ich mit diesen Erfahrungen arbeiten und kann bis zum nächsten Zwischenziel die Schritte planen.

So bleibst du flexibel

So gehe ich dann immer Stück für Stück für Stück weiter und ich nehme jedes Mal die Erfahrung mit. Dadurch, dass ich reflektiert habe, erspare ich es mir damit in die falsche Richtung zu rennen. Ich bin viel fokussierter und auch viel flexibler, weil ich zwischendurch immer wieder anpassen kann, ohne dass ich da jetzt lange in eine falsche Richtung laufe und dann völlig am Ziel vorbei schieße. Genau das erarbeite ich auch immer mit meinen Coachees.

Sprich: Wenn wir uns daran setzen und in die Umsetzung für ein großes Ziel gehen wollen, steht erst mal die Planung auf dem Programm. Dann ist es auch wichtig, diese Zwischenziele bzw. Meilensteine einzutragen und dann die einzelnen Schritte zu finden.

Mich würde natürlich interessieren, wie das bei dir ist. Arbeitest du mit Zwischenzielen oder arbeitest du nur mit einem großen Ziel? Und wie sind deine Erfahrungen damit? Wenn du Interesse hast, mal mit mir zusammen diesen Weg zu gehen, es auszuprobieren und auch mit dem Konzept vom Zwischenziel zu arbeiten, dann meld dich gern bei mir!

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