Mein Kürbis Trauma und das Learning daraus

Learning vom Kürbis-Trauma!

Als ich neulich in der Küche stand und das Kürbisgratin fürs Abendessen vorbereitete, musste ich lächeln.

Noch vor ein paar Jahren wäre das für mich undenkbar gewesen. Ich hätte nie einen Kürbis gekauft, geschweige denn zubereitet. Alles in mir hat sich dagegen gesträubt.

Schuld an diesem Kürbis-Trauma war eine Situation aus meiner Kindheit. Ich muss ungefähr sieben oder acht Jahre alt gewesen sein. Meine Mutter schickte mich los, ich solle aus der Speisekammer der Oma den Kürbis holen, der dort lagerte.

Der faule Kürbis

Mit viel Energie, schließlich handelte es sich um ein großes Exemplar, hob ich den Kürbis an… und in dem Moment ergoss sich sein Innenleben nach unten hinweg über den Tisch und ein übler Geruch stieg in meine Nase.

Was war passiert? Der Kürbis war faul und niemand hatte es bemerkt. Beim Hochheben löste ich unten an der faulen Stelle alles und kam heraus. Den Geruch hab ich mein Leben lang nie vergessen und seitdem einen großen Ekel vor Kürbis gehabt.

Vor ein paar Jahren merkte ich jedoch selbst, wie unsinnig das doch eigentlich ist. Vor diesem Erlebnis hatte ich Kürbis schließlich gern gegessen. Also überwand ich meinen Ekel, holte mir einen frischen Kürbis und bereitete ihn sofort zu. Klar, es kostete Überwindung, aber es hat sich gelohnt und nichts schmeckte wohl jemals besser als diese damals zubereitete Kürbissuppe.

Mein Learning daraus

Seitdem steht Kürbis häufig bei uns auf dem Speiseplan und immer, wenn ich ihn zubereite, muss ich Schmunzeln. Denn jeder einzelne Kürbis erinnert mich daran, wie wichtig es ist, Dinge nicht aufgrund einer unschönen Erfahrung auf ewig von sich zu weisen. Auch wenn es Überwindung kostet, lohnt sich ein zweiter Anlauf doch immer!

Viel zu oft nehmen wir gerade die schlechten Erfahrungen über viele Jahre mit in unser Leben und lassen uns von ihnen bremsen. Wir klammern uns an sie, sehen sie fast wie ein Gesetz und sind uns sicher, dass diese Erfahrung uns so immer wieder passieren würde.

Ich muss dir sicher nicht sagen, dass das völliger Blödsinn ist. Negative Erfahrung gehören zum Leben und helfen uns beim Lernen. Im Falle eines Kürbisses weiß ich jetzt, dass ich sie nicht zu lange lagere und immer aufpasse, ob es faule Stellen gibt. So beuge ich einer weiteren negativen Erfahrung dieser Art vor.

So ist es aber auch bei anderen Dingen. Hast du beispielsweise mal die negative Erfahrung gemacht, dass die Technik beim Ausrichten eines Webinars versagt hat, wirst du vielleicht zukünftig einen großen Bogen um dieses tolle Marketing-Instrument machen und dadurch mitunter Interessenten nicht abholen.

Du kannst aber auch einfach reflektieren, was da schief gegangen ist, dir vielleicht noch Unterstützung vom Profi holen und so nächstes Mal vorher darauf zu achten, dass die Technik einwandfrei funktioniert!

Somit haben schlechte Erfahrungen auch viel Gutes – wir brauchen nur etwas Mut für den zweiten Anlauf!

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