Learnings umsetzen: Machen ist wie wollen, nur krasser!

Du hast mindestens 20 Bücher zu deinem Thema gelesen und einige Seminare besucht. Ein mindestens vierstelliger Betrag ist in Kurse und andere Weiterbildungsmaßnahmen geflossen. Aber irgendwie geht nichts wirklich voran. Waren alle Bücher und Weiterbildungen so schlecht?

In dieser Situation haben sich schon viele Selbständige (und die, die es werde wollen) wiedergefunden.

Da wurde so viel Wissen aufgenommen, so viel Zeit investiert, aber ein positiver Nutzen daraus ist nicht zu sehen. Ganz egal wie genau du auch hinschaust. Das ist schon frustrierend, oder?

Tja, auch wenn du es jetzt vielleicht nicht hören willst, aber Wissen allein hat bisher nur selten geholfen. Viel wichtiger ist es, das Wissen umzusetzen. Das ist der Schritt, den viele vergessen!

Umsetzen ist das schwerste beim Lernen!

Ich bin ein richtiger Weiterbildungssuchti! Ich habe immer ein Buch in Griffweite, schaue viele Videos, lese Artikel, nehme an Masterclasses und Kursen teil.

Zum einen mache ich das natürlich, um mich weiterzuentwickeln und mein Business voran zu bringen. Zum anderen aber auch, weil ich Spaß am Lernen und am Wissen hab.

Letzteres hört sich erst einmal ganz besonders toll an, ist aber im Endeffekt ein großes Problem. Denn so laufe ich immer Gefahr, mehr und mehr zu konsumieren und dabei ganz einfach zu vergessen, mit dem Wissen auch etwas anzufangen. Umsetzen ist halt schwerer als Konsumieren!

Deshalb lege ich immer wieder Weiterbildungspausen ein. In ihnen wird nicht Neues angefangen, so lange ich die alten Learnings nicht aufgearbeitet und implementiert habe.

Eine echte Strafe für mich – aber zum Glück nur im ersten Moment. Denn bin ich erstmal beim Umsetzen, habe ich also den ersten Schritt getan, bin ich Feuer und Flamme!

Und ich weiß, dass es nicht nur mir so geht. Auch viele der Unternehmer:innen, mit denen ich arbeite, empfinden es genauso.

Wie kannst du Learnings umsetzen?

Learnings umsetzen fängt bei mir schon an dem Punkt an, an dem ich mir Notizen mache. Statt nur die eigentliche Info aufzuschreiben, füge ich gleich noch ein paar Stichworte hinzu, wie ich das nutzen kann. Denn meist haben wir doch beim Lesen/Sehen/Hören schon im Kopf, wie uns diese Info hilft oder was wir daraus machen.

Ist dann das Buch gelesen, das Video geschaut, die Weiterbildung beendet, schaue ich alle Notizen durch. Manche erscheinen mir dann gar nicht mehr so relevant, die übertrage ich zwar in ein digitales System, kümmere mich aber nicht gleich um die Umsetzung.

Dort, wo die Info oder der Gedanke mir immer noch sehr gut erscheint, werde ich aktiv. Ich arbeite den Gedanken aus, überlege mir, was ich damit anstelle (neue Gewohnheiten integrieren/Projekt erstellen). Auch dazu mache ich mir ein paar Notizen.

Dann geht es ans Selektieren. Nicht alles von dem, was gut ist, zahlt momentan auf mein großes Ziel ein. Also wird es wieder zur Seite gelegt und ich widme mich den Dingen, die mich wirklich weiterbringen. Da lege ich ein Ziel fest, unterteile es ggf. in Meilensteine/Zwischenziele und arbeite die ersten Steps aus.

Machen ist wie wollen, nur krasser

Dieser Spruch ist mir mal vor langer Zeit über den Weg gelaufen, fasst es aber einfach wunderbar zusammen.

All das tolle Wissen, dass wir alle überall einsammeln, bringt halt nicht wirklich was, wenn wir es nicht auch umsetzen.

Allein der Gedanke daran, wie viele tolle Ideen da draußen in irgendwelchen Notizbüchern ein einsames Dasein fristen und nicht mehr angeschaut werden, bricht mir das Herz.

Denn auf der anderen Seite sehe ich Unternehmer:innen mit so viel Wissen und Potential, die einfach nur einen kleinen Anstubser benötigen, um es endlich anzugehen.

Gehörst du zu denen, die diesen Anstubser benötigen? Dann melde dich gern bei mir!

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