Morgenroutinen & Co – Brauch ich das?

Sport treiben, im Business-Buch lesen, Meditation, Journaling, Affirmationen aufsagen und dann natürlich noch Visualisieren – all das lässt sich mit Morgenroutinen schon schaffen, bevor andere überhaupt die Augen aufschlagen.

Glaubt man vielen Büchern, Artikel und Videos, sind diese Morgenroutinen essentiell, wenn du Erfolg haben möchtest. Schließlich haben nahezu alle erfolgreiche Menschen solche Morgenroutinen.

Alles, was du dazu brauchst, ist ein Wecker, der dich möglichst schon um 5 Uhr aus dem Bett scheucht und ein bisschen Selbstdisziplin.

Aber sind Morgenroutinen wirklich notwendig für den Erfolg?

Erfolgreich durch Morgenroutinen?

Es gibt wirklich viele Menschen, die sehr erfolgreich sind und gewissen Morgenroutinen haben. Sie alle stehen früh auf, machen Sport und einige Dinge mehr.

Und ja, sicherlich spielen diese Aktivitäten bei ihrem Erfolg eine Rolle. Sie sorgen für einen guten Start in den Tag, mehr Energie, Ausgeglichenheit usw.

Aber nur weil es für einige Menschen funktioniert, muss das nicht für alle der Fall sein. Denn auf jeden erfolgreichen Menschen mit Morgenroutinen kommt sicher auch einer, der erst um 8 Uhr die Zehen unter der Bettdecke hervor streckt und vor dem ersten Kaffee nicht ansprechbar ist.

Du merkst sicher, worauf ich hinaus will: Morgenroutinen sind wie viele andere Dinge, die oft propagiert werden. Sie können funktionieren, wenn du der Typ dafür bist. Sie sind aber nicht der einzige Weg zum Erfolg!

Gähnen statt Energieschub

Ich hab es probiert! Ehrlich!

Ich hab mir den Wecker auf fünf Uhr gestellt, bin ohne Snooze aus dem Bett gestolpert und habe mit den sechs Schritten, die im Buch Miracle Morning von Hal Elrod empfohlen werden, meinen Tag begonnen.

Die Idee dahinter fand ich klasse und in meiner Vorstellung sah ich mich um 7 Uhr fit und motiviert am Schreibtisch sitzen, voller Energie und bereit, den Tag zu rocken.

In der Realität hing ich um halb 8 noch am Frühstückstisch fest, löffelte eher lustlos mein Müsli und fragte mich, ob der dritte Kaffee in Folge jetzt vielleicht doch einen Unterschied machen könnte.

Statt voller Energie war ich müde und lustlos und das zog sich den ganzen Tag hin. Insgesamt gab ich dem Experiment drei Wochen und ich hab selten so wenig geschafft, wie in dieser Zeit.

Warum? Es war einfach nicht mein Rhythmus! Ich bin keine Frühaufsteherin, starte allgemein lieber gemütlich in den Tag und liebe es einfach, morgens sogar ein bisschen zu trödeln.

Dafür drehe ich zu anderen Zeiten mehr auf!

Routinen sind super, aber sie müssen nicht am Morgen sein

Generell bin ich wirklich ein Fan von Routinen. Sie erleichtern viele Dinge und helfen auch dabei, den Tag zu strukturieren.

Auch bin ich ein Fan von Journaling, Meditation und einigen anderen Dingen.

Aber ich habe für mich heraus gefunden, dass ich die Dinge dann erledige, wenn es für mich Sinn macht. Journaling ist für mich beispielsweise ein schöner Tagesabschluss, Meditationen mache ich gern in der Mittagszeit, wenn ich eh gerade nicht so produktiv bin usw.

Wenn aber irgendwo ein Muss dahinter ist und ich aus meinem Rhythmus gerissen werde, werden all die schönen Dinge für mich zu einer Qual!

Hast du selbst schon Morgenroutinen ausprobiert und bist vielleicht von dir selbst enttäuscht, dass du es nicht durchhältst? Mach dir keine Sorgen, das ist völlig okay! Viel wichtiger als solche festgelegten Routinen ist, dass du deinen Weg, deinen Rhythmus findest und erkennst, was dir wann gut tut!

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